Physiotherapie Kamp
Therapie von Kopf bis Fuß

Vibrationstraining

Vibrationstraining


Das Konzept des Vibrationstrainings wurde ursprünglich von russischen Wissenschaftlern im Rahmen der Weltraumforschung entwickelt. Mit diesem Training sollten sich die Kosmonauten während der langen Zeit in der Schwerelosigkeit körperlich fit halten. Und tatsächlich hielt die damalige UdSSR hier auch mehrere Ausdauerrekorde. 
Für das Vibrationstraining sind spezielle Geräte erforderlich, die bei bestimmten Frequenzen schwingen (zwischen 20 und 60 Hz). 
Auf einer Vibrationsplatte kann der Sportler eine Vielzahl verschiedener Übungen machen, welche den ganzen Körper ansprechen. Alternativ zu Übungen im Stand kann er sich mit den Händen auf der Platte abstützen und Übungen zur Stärkung des Oberkörpers machen.  
Vibrationstraining hat nachhaltige physiologische Auswirkungen auf den ganzen Körper . Durch Vibrationstraining werden fast 100 % der Muskelfasern rekrutiert. Demgegenüber bewirken andere Widerstandsübungen normalerweise eine Rekrutierung von lediglich 40-60 %. Diese hohe Rekrutierung erreicht das Vibrationstraining durch einen fast kontinuierlichen Stretch-Reflex der Muskeln, dem so genannten tonischen Dehnungsreflex. Dieser beim Vibrationstraining ausgelöste Dehnreflex führt zu unglaublich starken Muskelkontraktionen. 
Vibrationstraining stimuliert zudem die Durchblutung und kann so die Regeneration nach einem Training und die Rehabilitation nach einem Unfall beschleunigen. Der erhöhte Blutdruck sorgt für den Transport von regenerierenden Wirkstoffen in die Muskelzellen und somit für eine schnellere Heilung von verletztem Gewebe.
Der bei diesem Training entstehende tonische Dehnungsreflex und die normale Kontraktionsfrequenz der Muskulatur können hier zusammenwirken. Beim Krafttraining mit schweren Gewichten oder Tempotraining kontraktieren die schnellen Muskeln z. B. 30 bis 70-mal in der Sekunde. Durch Vibrationstraining können die Frequenzen quasi verdoppelt werden, so dass ohne großen ‚mentalen’ Aufwand des Sportlers eine noch stärkere Faserbeanspruchung – d. h. größere Faserrekrutierung – erfolgt.
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